Wir wussten, dass der Tag des Abschieds kommen würde - und wir wussten, dass es schwer werden würde. Dennoch hatten wir es immer als beruhigend empfunden, dass man einem vierbeinigen Freund Leiden ersparen und den Abschied würdevoll gestalten kann. Wir wussten nicht, wie zerreißend diese Entscheidung und wie unmöglich es ist, den “richtigen” Zeitpunkt zu finden. Ist es richtig, das Leben eines Hundes zu beenden, der noch frisst, bellt und läuft, aber eine schlechte Prognose hat ? Oder ist es besser zu warten, bis die Schmerzen des treuen Freundes so offen zu Tage treten, dass man seine Qualen erkennt ? Nehme ich meinem geliebten Hund einige Wochen seines Lebens oder erspare ich sie ihm ?

 

Die Hoffnung, dass unsere Jaschi eines Tages friedlich und ohne unser Zutun ihre Augen schließt, hatte uns die Tierärztin schon früh genommen. Jaschis Herz und Kreislauf waren trotz ihrer bald 16 Jahre zu stabil, ihr Appetit ungebrochen. Zwei kurz aufeinander folgende Operationen am Gesäuge steckte sie gut weg und begleitete uns weiterhin auf unseren Spaziergängen, fraß und freute sich, wenn sie uns sah. Doch der Krebs kehrte schneller zurück, als wir es befürchtet hatten - inoperabel.

 

Am 10. Februar 2007 haben wir die schwere Entscheidung getroffen und hoffen, das Richtige getan zu haben. Gegen 21.00 Uhr ist unsere über alles geliebte Jaschi mit tierärztlicher Hilfe in unseren Armen und im Beisein ihrer Enkelin Jamie ganz friedlich in ihrer gewohnten Umgebung eingeschlafen. Bellend hatte sie den späten Besuch begrüßt und die beruhigenden Streicheleinheiten genossen. Wir haben alles versucht, ihr den Abschied so schonend wie möglich zu bereiten - auch wenn es uns fast das Herz gebrochen hat. Trotz unserer vielen Tränen war sie ganz entspannt und anschmiegsam - unser tapferes Mädchen. Wir werden sie immer und überall vermissen !

Unser tapferes Mädchen...
Unser tapferes Mädchen...

Nun ruht unsere süße Maus an einem ihrer Lieblingsplätze - am Rande eines schönen Buchenwaldes, welcher an eine große Wiese und ein kleines Flüsschen grenzt. Und sie ruht für immer in unseren Herzen !

 

Nicht nur wir sind in Gedanken bei Jaschi. Viele Grüße und tröstende Worte von lieben Freunden erreichten uns - Freunde, die wissen, wieviel uns Jaschi bedeutet hat und die den schmerzlichen Verlust nachempfinden können.

Mit einem Strauß weißer Rosen nahmen auch Jaschis Sohn Gustav und seine Zweibeiner Abschied. Rührend und tröstend zugleich: Jaschi lebt in vielen liebenswerten Nachkommen weiter ...

Leb’ wohl, süße Maus - wir werden dich nie vergessen !

Last update: 16.02.2018

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