Ein lauer Abend Anfang März 2012 hatte uns bewogen, mit Jamie und Frau Sommer noch eine späte Runde zu drehen. Unterwegs trafen wir auf andere Spaziergänger mit Hund und ließen die Vierbeiner gemeinsam über’s Feld jagen.

 

Wie fast immer wurden wir gefragt, ob unsere beiden Mädels Geschwister sind. Wie fast immer wollte man nicht glauben, dass Jamie nun schon auf die zwölf Jahre zuging und dennoch soviel Jugendlichkeit und Lebensfreude ausstrahlte. Wie fast immer mussten wir unsere süße “Oma” zwischendurch ermahnen, weil sie irgendetwas am Feldrand genascht hatte... Wir wussten nicht, dass das unser letzter gemeinsamer Spaziergang mit unserer geliebten Jamie war.

 

Nach einer unruhigen Nacht, in der Jamie mehr und mehr anzumerken war, dass es ihr nicht gut ging, überschlugen sich in den frühen Morgenstunden die Ereignisse. Nach beängstigend heftigem Erbrechen verständigten wir den tierärztlichen Notdienst und machten uns auf den Weg - nicht wissend, was unserer Maus fehlte. Schon sichtlich mitgenommen erlitt Jamie - wie sich später herausstellte - auf dem Weg zum Tierarzt eine Teiltorsion des Magens, was ihren Kreislauf zusätzlich belastete. Nach Ankunft des OP-Teams wurde Jamie umgehend operiert und dabei festgestellt, dass sich in ihrem Körper eine aggressive Substanz befand, die erst nach zahlreichen Spülungen des Verdauungstrakts gebändigt schien. Leider hatte auch die teilweise Magendrehung schon deutliche Schäden angerichtet. Nach endlosen Stunden der Angst und des Hoffens konnten wir unsere süße Maus sehen - noch narkotisiert, aber bei stabilem Kreislauf. Am Abend durften wir Jamie dann mit nach Hause nehmen. Unsere Tierärztin hatte uns trotz der ernsten Lage Mut gemacht, dass Jamie es schaffen kann... Die Vorstellung, dass es anders ausgehen könnte, wollten wir nicht zulassen. Nachdem uns Jamie trotz ihrer Benommenheit und mit einem Schwanzwedeln begrüßt hatte, trauten wir uns zu hoffen, dass alles gut ausgeht. Zu Hause haben wir sie versorgt, uns gemeinsam mit Frau Sommer neben ihr Körbchen gelegt, ihr Pfötchen gehalten und ihr gut zugeredet. In der Nacht wurde Jamies Atmung jedoch plötzlich flacher... unsere hilflosen Versuche, sie am Leben zu erhalten, scheiterten... und so mussten wir unsere geliebte Maus gehen lassen.

 

Jamies Tod hat uns so tief getroffen, weil er so unverhofft und viel zu früh kam. So robust und unkompliziert, so bescheiden und einfach, so fit und lebensfroh wie Jamie war, hätte sie noch viele Jahre mit uns verbringen können. Sie war die gute Seele des Hauses, eine tolle Begleiterin und einfach überall beliebt. Sie hat uns wunderschönen Nachwuchs geschenkt und war allen hier geborenen Welpen immer eine fürsorgliche Mutter, Oma, Uroma... Wir sind so unendlich traurig, dass unsere geliebte Maus auf eine so tragische Art und Weise aus dem Leben gerissen wurde. Ihr Lachen wird uns fehlen, ihr treuer Blick. Wir hadern sehr mit dem Schicksal, das uns Jamie genommen hat ....in einer Zeit, in der anderenorts ältere Zuchthündinnen nach Belieben aussortiert und weiter gegeben werden, um für Nachwuchs Platz zu schaffen. Jamie hätte hier bis ans Ende eines langen Lebens bleiben dürfen - und ausgerechnet sie wurde uns viel zu früh entrissen.

 

Uns bleiben als Trost viele schöne Erinnerungen an unsere süße Maus und die Gewissheit, dass in all den zahlreichen Kindern, Enkeln und Urenkeln ein kleines Stückchen Jamie steckt.

Unsere treue Seele Jamie...
Unsere treue Seele Jamie...

Leb’ wohl, süße Maus - wir werden dich nie vergessen !

Last update: 28.02.2018

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